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Bereits in den 1950er Jahren erkannte Großvater Ottoheinrich Sander den Zusammenhang von gesunder Natur, rückstandsfreien Nahrungsmitteln und Verantwortung für die Zukunft der Menschen. Er nahm schon damals den Kerngedanken der nachhaltigen Entwicklung vorweg. Für ihn waren Umweltschutz und die Schonung natürlicher Ressourcen selbstverständlich.

Aufgrund intensiver Beobachtungen war er zu der Überzeugung gekommen, dass der bisherige Weg der Weinbergsbewirtschaftung früher oder später in die Sackgasse führen musste. Es war Zeit, die eingefahrenen Gleise zu verlassen. Die Probleme der Monokultur, der Bodenerosion und Humusverarmung sowie der Anfälligkeit der Trauben für Schädlinge begriff er als Herausforderung. Dabei nutzte er die Kraft der Natur. Einerseits wurde die intensive Bodenbearbeitung entscheidend verringert, andererseits musste der Monokultur-Rebe etwas entgegengesetzt werden. Wichtige Bestandteile der Arbeit sind seitdem die Bodenpflege durch natürliche Aktivität - der richtige Einsatz von Mist, Kompost, Stroh und Gründüngungspflanzen - und der Pflanzenschutz durch biologische Vielfalt. Begrünungspflanzen geben Nährstoffe und machen die Reben stark. Kompost und Mist bekommen nur die schwachen Böden. Denn die Rebe braucht etwas Mangel, um tief zu wurzeln und um gegenüber möglichen Krankheiten widerstandsfähig zu bleiben. Ansonsten dienen Klee, Roggen und Wicken der Stickstoff- und Humusbildung.
Des Weiteren bieten Holunderhecken, Mauern und Böschungen verschiedensten Tierarten Unterschlupf und Lebensraum. Sie regulieren den Biokreislauf  und schützen die Weinberge vor möglichen Schädlingen.

Eine Umkehr der ökologischen Wirtschaftsweise unseres Familienbetriebes, welcher seit nunmehr 25 Jahren zum Fachverband Naturland gehört, ist aufgrund der durchweg positiven Ergebnisse, nicht zuletzt in der Qualität der Weine, undenkbar. Im Gegenteil: Mit der Hinwendung zum biodynamischen Weinbau verfolgen wir eine ganzheitliche Bewirtschaftung der Rebkulturen. Infolgedessen erhält der Wein eine tiefere Prägung durch sein Terroir. Auf allen Weinen der Familie Sander ist ein Marienkäfer abgebildet. Der kleine Marienkäfer ist kein Marketinggag. Seit Jahrzehnten symbolisiert er vielmehr unsere konsequent ökologische Wirtschaftsweise.